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Taube mit Zweig nach Max Ernst Taube mit Zweig nach Max Ernst

                                                2.4.2015                24.6.2016                    29.6.2014

Zwangsgewinnung in überwachter Zeiteinheit

 

Der Boden, die schwarzen und dunklen Erdfarben werden bezwungen, beraubt, um der Gewinnung neuen Platz einzuräumen. Gleich einer Flächenkartierung wird die Vielfalt der Buntfarben durch das Dunkel verdrängt. Risse entstehen und die letzten weißen und gelben Farbtöne scheinen sich zu zersetzen und in Vergessenheit zu geraten. Sie werden fast zwanghaft verleugnet und in Schwere verzerrt.

Die Kartierung zeigt nur noch Schollen von Licht und lebendigen Malrichtungen. Jegliche kontextferne Interpretation scheint sich zu verbieten und man ahnt, dass die Hiebe in die falsche Richtung verschoben werden. Die Spannung der weißen Bereiche, einem geflickten Schädel gleichend, müssen den Rest Hoffnung und Liebe bewahren so lange es geht. Die offene Formensprache gewahrt das Gefühl gegen eine Überinterpretation, hysterischen Verlangens nach Geschwindigkeit und verlachter Fehler Fehler.

Gegen die synthetische Verzerrung und Verflachung von lebendigen Lebenswelten

 

Erdig. Es bleibt nur ein ausgekratztes und degeneriertes Lebens- und Menschenabbild, nachdem der Raub aus der Tiefe abgeschlossen ist. Getränkte schwarze Erde umgibt ein gnadenlos hartes Weiß. Nicht hell oder wärmend. Man sehnt sich nach den Weißhöhungen der Malerei des 19. Jh. , oder nach der blauen Dunkelheit als sichtbaren Wert und Differenzierung eines Schattens.

 

Gegenüber Zwangsflammung

 

Hier die blauen Schatten des Meeres. Da das Wasser - es brennt und die Flammen löschen fast den Horizont. Die Flammen scheinen das Wasser nicht zu berühren, sondern sich in einem Schwebezustand zu befinden. Das Feuer verzehrt in einem synthetisch organisierten Programm das nasse Lebenselixier. Bevor das Wasser brennt, wird das Blau, ein historisch gewonnenes und der Erde entsprungenes Farbelement, nur für ein wenig Zündstoff geopfert. Trotzdem bricht am Horizont der neue Tag an. Ein Sonnenaufgang in lebensspendenden, gemalten Lichtern.

 

Farbe als Farbe

 

Nichts wird einfach so hingenommen, nichts bleibt unbeantwortet. Immer neue offene Fragen. Die Farbflächen werfen Fragen auf. Die Frage des Scheiterns und nach offenen, präzisen Lösungen in der Malerei.

 

Die Wolken sind vom Himmel gefallen und trüben die Aussicht und Hoffnung auf einen utopischen Ort. 25. 3. 2025

Wasserblaue Bereiche umrahmen die Zeichnung. Die mosaikähnlichen Bildteile beschreiben eine Ferne, die überlagert wird. Direkt zwischen dem Betrachter und den entfernteren Bilderebenen stehen die Farbflächen aufgetürmt wie ein schützender, starker Körper, der sich vor die zeitlosen und geträumten Ebenen einer offenen Malerei stellt. Die Farbe ist der Ausgangspunkt von Gleichzeitigkeit und chaotischer Schönheit.

     

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